(10) Was ist "die" Wahrheit?

Wie liegen am See, genießen die Sonne, lachen und scherzen, kommen mit anderen sonnenhungrigen ins Gespräch – unbeschwert, freundlich – teilen Wasser, Kekse, Obst und Bier …

Wir sitzen im Café, in der Trattoria, im Biergarten, genießen Cappuccino, Wein oder Bier, Kuchen, Pasta, Pizza oder Spare Ribs, die Kinder spielen auf dem Spielplatz mit den anderen Kindern – das Leben ist leicht …

Wir tanzen, lachen, berühren uns, schwimmen gemeinsam im Pool, teilen Wein, Pizza und Berührungen – grenzenlose Freiheit in der Toskana …

Und all das in einer Zeit vor unserer Zeit …

Dabei teilt sich die Welt in die einen „Vernünftigen“, die zuhause bleiben, Mundschutz und Handschuhe tragen, nur einzeln zum Einkaufen gehen, die diejenigen verurteilen, die ihrer Meinung nach unverantwortlich sind. Menschen, die verunsichert oder sogar angsterfüllt sind und die vielleicht auch zu Denunzianten werden. Diejenigen, die all die Zahlen glauben ohne sie zu hinterfragen – die übersehen, dass niemand sagen kann, woher die Zahlen kommen oder was sie tatsächlich bedeuten.

(9) Das Leben danach

Die Welt verändert sich – die Welt wird nicht mehr die gleiche sein – nach Corona …

Wir bleiben zuhause. Die meiste Zeit jedenfalls. Wir verlegen unsere Aktivitäten, unsere Kontakte zur Außenwelt – berufliche wie soziale – auf das Internet, auf Whatsapp, Skype, facebook, Instagram und anderes. Home-Office wird wohl das Wort des Jahres werden. Oder Ausgangsbeschränkung. Oder ähnliches …

Soziale Medien ersetzen physische Kontakte. Tun sie das? Statt Vorträge, Weiterbildungen, Workshops oder Seminare zu besuchen, schauen wir jetzt Youtube Instruktionen, nehmen an Webinaren teil, präsentieren uns in Podcasts. Workshops und Seminare im virtuellen Modus – ohne Berührung, auf Abstand – schießen wie Pilze aus dem virtuellen Raum. Nichts mehr zum Anfassen. Nur noch Konsum – ohne wirkliche Beteiligung.

Wir nehmen Abstand. Vor allem physisch. Wechseln die Straßenseite, wenn uns jemand entgegen kommt. Markieren in den Geschäften im Warteberich vor den Kassen den Boden, damit jedem klar wird, wieviel Abstand im Moment sicher erscheint. Sicher – Sicherheit. So trügerisch.

(5) Eine Begegnung der besonderen Art

Zurück aus dem Urlaub – und auf der Heimreise eine Begegnung der besonderen Art …

28.11.2013 - Flug von Delhi nach Istanbul. Neben uns am Fenster sitzt – mutmaßlich – ein Inder mittleren Alters, mit gepflegtem Äußeren – braunes Sakko, dunkler Schnauzbart – schlank, etwas kleiner als wir. Noch vor dem Start werden kleine Beutel ausgeteilt – wie bei längeren Flügen üblich mit Socken und Schlafmaske. Dabei ist es ein Flug mit der Sonne bei Tag. Wir beobachten, dass der Inder neben uns nicht nur den Sitz und den Inhalt der Sitztasche vor ihm behutsam inspiziert, sondern auch den kleinen, gerade ausgeteilten Beutel. Jutta flüstert zu mir: schau mal, der fliegt bestimmt zum ersten Mal. Fast fürsorglich-mitleidig sehen wir immer mal wieder zu ihm hinüber, helfen ihm bei der Bedienung der Fernbedienung für das Board-Unterhaltungsprogramm, reichen ihm Getränke und Essen herüber, als die Stewardess bei uns vorbei kommt.

(8) Ich liebe das Leben

Seit einigen Jahrtausenden glaubt die Menschheit (zumindest ein Großteil der Menschen) an ein lineares Weltbild – an ein Werden und Vergehen mit der Geburt als Beginn des Lebens und dem Tod als seinem unwiederbringlichen Ende. Auch ich glaube weitestgehend daran, dass wir nur diese eine Existenz geliehen bekommen – wir haben nur dieses eine Leben. Darüber hinaus glaube ich aber auch, dass sich unsere Seele – unser Selbst – mit dem Ende unserer irdischen Existenz in einem See oder Meer von Seelenanteilen auflöst – wo sie auch hergekommen ist. Aus diesem See schöpft jedes neue Leben mit der Geburt Seelenanteile und bildet daraus sein neues, ganz individuelles Selbst. Somit ist zu vermuten, dass zumindest einige meiner Seelenanteile doch als Teil einer neuen Seele weiter existieren. Es gibt also kein wirkliches Ende. Vielleicht.

Die Natur zeigt uns ein anders Bild – sie ist zyklisch und genau deshalb orientierten sich die Menschheit ursprünglich auch an einem zyklischen Weltbild.

(7) Lebens-Raum

Vielleicht interessiert es Dich, was die ur-alte Art zu leben Tantra mit uns heute zu tun hat, was Tantra uns geben kann – und was für uns der Name „Lebens-Raum“ bedeutet …

Tantra, die ursprünglich tantrische Kultur oder Art zu leben, ist vermutlich bereits mehr als 5000 Jahre alt (manche sagen bis zu 8000 Jahre).

Zu jener Zeit (ca. 5000 v. Chr. – ca. 2000 v. Chr.) – im eurasischen Raum wird diese Zeit der der Steinzeit oder im späteren Verlauf auch der Jungsteinzeit zugerechnet – waren fast alle Kulturen noch vollkommen eingebettet in das natürliche Geschehen, in die Kreisläufe der Natur, in den Tagesrhythmus der Sonne, den Mondzyklus und den immer wiederkehrenden Jahreszyklen von Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Die Natur mit ihren Jahreszeiten, mit dem Werden und Vergehen von Leben in Fauna und Flora war das bestimmende Element. Die Menschen lebten mit diesen Zyklen und waren mit ihnen verbunden. Diese Einbettung in die Natur war also eine ganz natürliche – es gab zu dieser Zeit keine Alternative. Die Menschen der Jungsteinzeit lebten in dieser Naturverbundenheit ganz aus dem Bauch heraus.
Das Leben im Zyklus wurde übertragen auch auf das eigene Leben – im Er-leben der Menschen dieser Zeit war Wiedergeburt innerhalb der Sippe eine ganz selbstverständliche Erfahrung. Der Kontakt zu den Ahnen war selbstverständlich und allgegenwärtig. Es gab keinen Anfang und kein Ende – nur einen Zyklus von Vergehen und Werden.

Du kannst von dem, was Du nicht fühlst, nicht reden (Shakespeare)

Du kannst uns jederzeit (ab ca. 07:30 bis 20:00) anrufen, gerne auch eine Nachricht auf einem unserer AB's hinterlassen oder uns per SMS / Whatsapp kontaktieren!

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Lebendiges Tantra I
Grundlagen einer tantrischen Lebensweise

Lebendiges Tantra II
Tantra für Beziehungen und Generationen

Lebendiges Tantra III
Tantrische Rituale und Selbsterfahrung


Die Kunst der achtsamen Berührung